Sie befinden sich hier:
Kursdetails
Kursdetails

21HN101.01 NEU Die Bausoldaten in der DDR - eine einmalige Sonderregelung eines Staates im Warschauer Pakt

Vortrag von Hans-Georg Nitz

Nach Einführung der allgemeinen Wehrpflicht 1962 in der DDR kam es zu zahlreichen Wehrdienstverweigerungen. Auf diesem Hintergrund erließ 1964 der Nationale Verteidigungsrat den Beschluß zur Aufstellung von Baueinheiten im Bereich der NVA. Sie bot jungen, wehrpflichtigen Männern, welche aus religiösen Gründen den Gebrauch von Waffen ablehnten die Möglichkeit, ihrer Wehrpflicht als waffenlose Bausoldaten nachzukommen. Ihr Einsatzgebiet war sehr vielseitig. Er reichte von Bauarbeiten in militärischen Objekten, über den Einsatz in Gesundheits- und Erholungseinrichtungen der NVA bis hin zum Einsatz in zivilen Schwerpunktkombinaten.
Um diese Bausoldaten rankten sich mancherlei Gerüchte.Wer waren diese Bausoldaten? Wie sah ihr Dienstalltag aus?

Von staatlicher Seite wurden Informationen über diese Sonderregelung möglichst unter der Decke gehalten. Von Musterungskommissionen die Existenz eines solchen Gesetzes mitunter abgestritten.
Verläßliche Informationen waren fast nur im Raum der Kirchen und von ehemaligen Bausoldaten zu bekommen. Trotzdem aber wußten seit den 70iger Jahren immer mehr Menschen um ihre Existenz und die Soldaten mit dem Spaten auf dem Schulterstück und erfuhren im zivilen Bereich vielfach Zustimmung und Bewunderung.

Neben einigen allgemeinen Informationen zu den Bausoldaten liest Pfarrer Hans-Georg Nitz aus seinem noch nicht veröffentlichten Buch "543 Tage im Schacht Doberlug-Kirchhain - Tagebuch eines Bausoldaten", welches auf Grundlage seiner damals illegalen Aufzeichnungen in der Kaserne entstanden ist.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

Kurs abgeschlossen

Kursort

Stadtbibliothek, Nicolaiplatz 1

Nicolaiplatz 1
99734 Nordhausen


Termine

Datum
1. Termin am 14.10.2021
Uhrzeit
18:00 - 20:00 Uhr
Ort
Ort: Nicolaiplatz 1, Stadtbibliothek, Nicolaiplatz 1